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Aktualisiert
Orthopädieschuhmacher/in EFZ, Schuhmacher/in EFZ

Herausgeber: SDBB | CSFO
Sprache: Deutsch / Français
Auflage: 2. aktualisierte Auflage 2017
Umfang: 8 Seiten
Art.-Nr.: FE1-3084
Beschreibung
Schuhmacher/innen beschäftigen sich häufig mit Reparaturen oder mit kleinorthopädischen Korrekturen. Orthopädieschuhmacher/innen fertigen hingegen einzelne Schuhe an, heute meist nur noch für Personen, bei denen mit Spezialschuhen Fehlstellungen der Füsse korrigieren werden müssen. Das Faltblatt zeigt die heutigen Tätigkeitsgebiete eines traditionellen Handwerks.

Die Herstellung eines Schuhes braucht viele kleine Arbeitsschritte. Bereits das Ausmessen des Fusses am Kunden muss sorgfältig und genau gemacht werden. Passiert hier ein Fehler, ist die ganze restliche Arbeit umsonst. Ein orthopädischer Massschuh kostet zwischen CHF 2‘000.-- und 3‘000.--. Diese Schuhe werden vom Arzt verschrieben und von der Invalidenversicherung bezahlt. Niko Broich lernt Orthopädieschuhmacher. Während seiner vierjährigen beruflichen Grundbildung, lernt er Schritt für Schritt den Aufbau eines Schuhes. Im dritten und vierten Lehrjahr kommen dann noch medizinische Themen wie Anatomie, Pathologie und Biomechanik dazu.

Auch in der dreijährigen Grundbildung als Schuhmacher/in EFZ lernen die Lernenden das Handwerk von Grund auf. Sie beschäftigen sich aber im Berufsalltag häufiger mit Reparaturen oder mit kleinorthopädischen Korrekturen. Nach Abschluss ihrer beruflichen Grundbildung können sie eine um zwei Jahre verkürzte Ausbildung als Orthopädieschuhmacher/in in Angriff nehmen.

Schuhmacher wie Orthopädieschuhmacherinnen arbeiten in kleinen Betrieben mit durchschnittlich fünf Mitarbeitenden. Die Berufsleute führen die Arbeiten meist von A bis Z alleine durch. Dafür braucht es viel Geduld und Ausdauer. Gut ausgebildete Berufsleute sind gesucht. Das Diplom als Orthopädie-Schuhmachermeister/in (HFP) bildet die Grundlage für die Anerkennung als Herstellerbetrieb durch die IV.